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Due Diligence
Unter einer Due Diligence ist eine detaillierte und umfassende Analyse eines Unternehmens im Vorfeld einer Unternehmensakquisition, Börseneinführung oder Kreditvergabe zu verstehen. Sie hat zum Ziel, eventuelle unternehmensinhärente Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen. Der aus dem Englischen stammende Begriff kann mit "sorgfältiger Prüfung" übersetzt werden. Die Due Diligence setzt sich meist aus verschiedenen Teilbereichen zusammen. Hierzu können zählen:
In der Regel wird eine Due Diligence mit Hilfe von professionellen und vor allem neutralen Dritten wie Rechtsanwälten, Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern durchgeführt.
Konzern Spin-Off
Der Verkauf einzelner Tochtergesellschaften oder Betriebseinheiten aus einem Konzern wird als "Spin-Off" bezeichnet. Motivation für eine solche Transaktion ist oftmals das Bestreben der Konzernleitung, sich von Aktivitäten zu trennen, die nicht mehr zum Kerngeschäft gezählt werden. Für das Management von kleineren Tochtergesellschaften, denen im Konzernverbund häufig nur vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit und Finanzmittel zugeteilt wird, kann ein Spin-Off die Chance sein, eigene Ideen umzusetzen. Für die erwerbende Beteiligungsgesellschaft stellt die ehemalige Konzerntochter ein wichtiges Investment dar und nicht nur Randaktivität.
Leveraged Buy-Out
Finanzierung eines Unternehmenskaufs unter teilweiser Zuhilfenahme von Fremdkapital (Bankkrediten). Ziel: Erhöhung der Rendite des eingesetzten Eigenkapitals (sogenannter Leverage Effekt -> Leverage = Hebel) Beispiel: Erwerb des Unternehmens A zum Kaufpreis von € 30 Mio. Veräußerung nach fünf Jahren für € 50 Mio Fall A: Kauf mit € 30 Mio. Eigenkapital -> ohne Leverage Veräußerungsgewinn: € 20 Mio. Veräußerungsgewinn der Eigenkapitalinvestoren: € 20 Mio. Jährliche Rendite (IRR): 10,75% Fall B: Erwerb des Unternehmens mit € 15 Mio. Eigenkapital und € 15 Mio. Bankdarlehen. Tilgung der Bankdarlehen innerhalb von 5 Jahren. Veräußerungsgewinn: € 20 Mio. Veräußerungserlös der Eigenkapitalinvestoren: € 35 Mio. Jährliche Rendite (IRR): 27,21%
Managerbeteiligung
Beteiligungsgesellschaften erwarten in der Regel, dass sich das beteiligte Management im Rahmen von Management-Buy-Out und Management-Buy-In mit eigenen finanziellen Mitteln an der Transaktion, d.h. an der Finanzierung des Kaufpreises beteiligt. Aus Sicht der Beteiligungsgesellschaft ist es das Ziel, eine Interessengleichheit mit dem Management zu schaffen. Das Management ist sowohl am Risiko als auch am Ertrag der Transaktion beteiligt. Auch Finatem erwartet von den beteiligten Managern eine angemessene finanzielle Investition. Im Gegenzug bieten wir attraktive und auf die jeweilige Situation des Managers zugeschnittene Beteiligungsmodelle an. Hierbei sind vielfältige Gestaltungsvarianten möglich, wie beispielsweise:
Management Buy-In (MBI)
Übernahme eines Unternehmens durch externe Manager. Interessante Alternative, wenn im Unternehmen kein geeignetes Management vorhanden ist oder das vorhandene Management kein Interesse an einem MBO hat. Auch hier ist eine Darstellung der Finanzierung ohne einen Finanzpartner nur in den seltensten Fällen möglich (siehe MBO).
Management Buy-Out (MBO)
Erwerb eines Unternehmens durch das eigene Management. Diese Form der Unternehmenstransaktion ist oftmals der "Königsweg" für eine Nachfolgelösung. Nur zu oft fällt es dem Gründer eines Unternehmens schwer, das Lebenswerk an einen in- oder ausländischen Konkurrenten zu verkaufen, mit dem man sich jahrelang wettbewerblich auseinandergesetzt hat. Die eigene Firma an Menschen zu übergeben, zu denen ein Vertrauensverhältnis besteht und deren Fähigkeiten man kennt, ist eine attraktive Alternative. Für das Management ist ein MBO die Chance für den Schritt in die Selbstständigkeit, bei begrenztem Risiko. Was fehlt, ist meist das notwendige Kapital. Nur die wenigsten angestellten Manager verfügen über die notwendigen finanziellen Mittel, um einen Kaufpreis darzustellen, der den berechtigten Interessen des Verkäufers entspricht. Auch eine vollständige Finanzierung der "Finanzierungslücke" durch Banken ist in den meisten Fällen nicht darstellbar. Die Praxis hat gezeigt, dass der Zusammenschluss mit einer Beteiligungsgesellschaft für alle Beteiligten die optimale Lösung ist. Beteiligungsgesellschaften verfügen sowohl über die Finanzmittel als auch die Erfahrung bei der Strukturierung und Umsetzung von Management-Buy-Outs. Damit reduziert sich das Risiko eines Fehlschlags für das Management weiter. Tatsächlich erweist sich die überwiegende Anzahl aller MBO für das beteiligte Management als Erfolg. Beispiel: Die X-GmbH soll für einen Kaufpreis von € 30 Mio. verkauft werden. Das Management schließt sich mit einer Beteiligungsgesellschaft in einer neu gegründeten Erwerbergesellschaft (NewCo) zusammen, um das Unternehmen zu erwerben. Finanzierungsstruktur:
Nach 5 Jahren veräußert das Management die X-GmbH gemeinsam mit der Beteiligungsgesellschaft für € 40 Mio. Die Bankdarlehen konnten während dieser 5 Jahre auf € 5 Mio. zurückgeführt werden. Damit ergibt sich für die Beteiligten folgendes Bild:
Das Management konnte in diesem Beispiel fast eine Versechsfachung des eingesetzten Kapitals erreichen.
Owner-Buy-Out
Verkauf eines Unternehmens unter Rückbeteiligung des oder der Alteigentümer. Ziel kann es sein, einen Teil des im Unternehmen gebundenen Vermögens zu liquidieren, um so eine bessere Diversifikation des persönlichen Vermögens zu erreichen, ohne vollständig den Gesellschafterstatus zu verlieren. In vielen Fällen ist ein Owner-Buy-Out ein erster Schritt zur Realisierung einer Nachfolgelösung. In einem ersten Schritt wird das Unternehmen beispielsweise an eine Erwerbergesellschaft unter Beteiligung der Alteigentümer, des Managements und einer Beteiligungsgesellschaft veräußert. So erreicht der Alteigentümer zum einen eine Diversifikation seines Vermögens und ermöglicht seinem Unternehmen zum anderen einen "sanften" Übergang.
Secondary Buy-Out
Die Veräußerung eines Unternehmens durch einen Finanzinvestor (Exit) an einen anderen Finanzinvestor wird als Secondary Buy-Out bezeichnet. Motiv für die erwerbende Beteiligungsgesellschaft kann der Zukauf zu einer bereits bestehenden Beteiligung (Buy-and-Build) oder auch die weitere Zuführung von Wachstumskapital sein, um die Weiterentwicklung des Unternehmens voranzutreiben.
Trade Sale
Allgemein wird unter einem Trade Sale der Verkauf eines Unternehmens an einen Wettbewerber im weitesten Sinne verstanden. Damit grenzt sich der Trade Sale vor allem gegenüber einem so genannten Secondary-Buy-Out ab, bei dem ein Finanzinvestor (Beteiligungsgesellschaft/Private-Equity-Gesellschaft) eine seiner Beteiligungen an einen anderen Finanzinvestor weiterveräußert. Motive für einen Erwerber im Rahmen eines Trade Sale kann beispielsweise eine Strategie der Vertikalen- bzw. Horizontalen-Erweiterung oder aber auch die Erschließung neuer Märkte und Kundenkreise sein.
Wachstumsfinanzierung
Erhöhung des Eigenkapitals eines Unternehmens, um weiteres Wachstum zu finanzieren. Mittelständische Unternehmen in Deutschland zeichnen sich im internationalen Vergleich durch eine relativ geringe Eigenkapitalquote aus. Die Finanzierung eines Wachstumsschubs, z.B. Expansion in ausländische Märkte oder Marktdurchdringung mit neuen innovativen Produkten ist aufgrund restriktiver Kreditvergabepolitik (Stichwort Basel II) der deutschen Banken oft nicht möglich. Zusätzliches Eigenkapital kann durch Beteiligung eines Private-Equity-Hauses aufgebracht werden. |
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